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Die Ausgestaltung der Lerneinheiten – auf die Nutzerpräferenzen kommt es an!

Kollegen sehen sich das Umfrageblatt

Um die Passung von Themen, Formaten und Schwierigkeitslevel der Lerneinheiten zu prüfen und diese optimal auf die Teilnehmer:innen auszurichten, haben wir eine Conjoint-Analyse durchgeführt. Wie diese Analyse genau funktioniert, können Sie hier nachlesen.

Was sind die wichtigsten Erkenntnisse?

Zunächst wurde im Rahmen der Conjoint-Analyse die Relevanz der einzelnen Themen abgefragt, die in den Lerneinheiten behandelt werden sollen. Es zeigt sich, dass alle gewählten Themen für die Befragten nicht nur wichtig sind, sondern auch in etwa die gleiche Bedeutung aufweisen. Daher sollte bei der Erstellung der einzelnen Lerneinheiten auf die Vielfalt der Themen geachtet und diese entsprechend abgedeckt werden.

In einer Conjoint-Analyse wird der persönliche Nutzen einer Lerneinheit für die Teilnehmer:innen berechnet, wodurch abgeleitet werden kann, wie die einzelnen Lerneinheiten ausgestaltet sein sollten. Auch die Wichtigkeit einzelner Aspekte wie Thema, technisches Format, Level und inhaltliches Format kann dadurch bestimmt werden. Um eine Priorisierung bei der Erstellung der Lerneinheiten vorzunehmen, werden die einzelnen Lerneinheiten gemäß ihrem Nutzen abschließend anhand eines Ampelsystems (rot/gelb/grün) bewertet.

Darstellung der Nutzenwerte vom technischen Format, Level und inhaltlichen Format

Die Grafik zeigt die Ergebnisse der Conjoint-Analyse am Beispiel des Themenfeldes SEO & SEA. Dabei werden für das technische Format, das Level und das inhaltliche Format die jeweiligen Nutzenwerte berechnet. In diesem Beispiel hat beim technischen Format das Erklärvideo den höchsten Nutzen (0,49) und das E-Book den geringsten (-0,67). Um zu ermitteln, welche Kombination den höchsten Nutzen für die Teilnehmer:innen aufweist, werden die einzelnen Nutzenwerte addiert. Daraus lässt sich somit ableiten, dass beim Thema SEO & SEA ein Erklärvideo für fortgeschrittene Anfänger, das einen Praxistipp beinhaltet, den höchsten Nutzen für die Teilnehmer:innen aufweist (0,49 + 0,11 + 0,12 = 0,72). Für alle möglichen Kombinationen lassen sich nun die Nutzenwerte einzeln ermitteln.

Im Anschluss werden alle potenziellen Lerneinheiten anhand eines Ampelsystems eingestuft. Die Lerneinheiten, die den höchsten Nutzen für die Teilnehmer:innen haben, werden mit grün bewertet, rot markierte Lerneinheiten haben einen geringeren Nutzen. Diese Werte können in verschiedenen Phasen des weiteren Projektablaufs genutzt werden, zum Beispiel zur Priorisierung bei der Erstellung der Lerneinheiten oder als Unterstützung der KI zur Auswahl der jeweiligen Einheit im konkreten Lernprozess. So sollte beispielsweise Lerneinheit 1 (grün bewertet) der Lerneinheit 3 (rot bewertet), vorgezogen werden. Analog zu diesem Beispiel sind alle in der Conjoint-Analyse abgefragten Themen bewertet worden.Darstellung des Ampelsystems für die Einordnung des Nutzens von MLE

Was bedeutet das für die Ausgestaltung der Lerneinheiten?

Mithilfe der Ergebnisse lassen sich auch generelle Empfehlungen für die Ausgestaltung der Lerneinheiten ableiten. So bringen Videos und Lernmodule themenübergreifend einen höheren Nutzen als textlastige Formate. Da die Conjoint-Analyse aber gezeigt hat, dass das Format insgesamt mit deutlichem Abstand am wichtigsten für die Teilnehmer:innen ist, sollten die Themen in verschiedenen Formaten ausgearbeitet werden, um alle Lernenden zielführend abzuholen und ihnen ihre favorisierte Lerneinheit bieten zu können. Außerdem stellt sich heraus, dass es bei den meisten Themen vor allem Grundwissen benötigt und es zu den einzelnen Themen nicht nur Lerneinheiten geben sollte, für die es viel Vorwissen bedarf, sondern auch solche, die mit wenig Erfahrung erfolgreich abgeschlossen werden können. Dadurch adressiert das digitale Lernangebot sowohl Anfänger als auch Profis der einzelnen Themengebiete. Insgesamt besteht der größte Nutzen, wenn den Teilnehmer:innen eine Kombination aus Theorie und Praxisbeispielen dargelegt wird und sie am Ende der Lerneinheit konkrete Tipps mit an die Hand bekommen, die sie in ihrem Unternehmen umsetzen können.

 

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Conjoint Analyse

Richtung auswählen

Lernende im Fokus: Identifizierung von Nutzerpräferenzen mittels Conjoint-Analyse

Wie sollen die Lerneinheiten ausgestaltet sein? Zu welchen Themen wollen sich Lernende digital weiterbilden? Welche Formate sind dabei gewünscht? – diese Fragen gilt es, vor der Entwicklung einzelner Lerneinheiten zu beantworten.

Wie funktioniert diese Analyse?

Für diese Fragestellungen eignet sich besonders eine Conjoint-Analyse. Bei dieser Methode werden verschiedene Merkmale bestimmt und ihre Ausprägungen miteinander kombiniert. In unserem Vorgehen unterscheiden sich die Weiterbildungsangebote durch folgende Merkmale: Formate, Themen, Level und Inhalte. Die jeweiligen Ausprägungen wurden vor der Online-Befragung festgelegt. So gibt es beispielsweise beim technischen Format folgende Ausprägungen: PDF, E-Book, Podcast, Erklärvideo, interaktives Video und Lernmodul.

Es ergeben sich unterschiedliche Weiterbildungsangebote, die von den Teilnehmenden bewertet werden. Dabei werden den Teilnehmer:innen drei verschiedene mögliche Lerneinheiten angezeigt, aus denen sie ihre favorisierte Option auswählen (s. Grafik); anschließend wiederholt sich das Vorgehen und es werden drei andere Optionen zur Wahl gestellt. Zum Schluss können sich die Teilnehmenden ihre Wunsch-Lerneinheit selbst zusammenstellen.

Durch die Angaben der Befragten kann statistisch abgeleitet werden, welche Kombinationen von Ausprägungen von den meisten Nutzer:innen bevorzugt werden. 

Warum ist das relevant?

In der Auswertung wird der persönliche Nutzen einer Lerneinheit für die Teilnehmer:innen berechnet, wodurch zuletzt abgeleitet werden kann, welche Kombination an Merkmalen die Teilnehmenden präferieren. Dabei werden nicht nur die Lerneinheiten als Gesamtes, sondern auch die einzelnen Ausprägungen auf ihren Nutzen für einzelne Zielgruppen geprüft. Durch dieses Vorgehen können zudem sogenannte KO-Kriterien, sprich Ausprägungen, die in der Zielgruppe eher unerwünscht sind, aufgedeckt und somit innerhalb der Lerneinheiten vermieden werden. Ein Ergebnis könnte beispielsweise sein: Das Thema Zahlungsprozess sollte Tipps für den Unternehmensalltag in einem interaktiven Video darstellen und sich an Teilnehmer:innen ohne Vorerfahrung richten. Des Weiteren kann ermittelt werden, welche Themen für die einzelnen Zielgruppen besonders relevant sind bzw. an welcher Stelle das Angebot an Lerneinheiten besonders ausgeprägt sein sollte.

 

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Customer Journey

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Die Bedeutung der Customer Journey für den E-Commerce

Beschleunigt durch die Corona-Pandemie, zeigt sich ein großes dynamisches Wachstum des Onlinehandels. Auch wenn es inzwischen erste Ausbildungsberufe in der Branche gibt, tummeln sich in den verschiedenen Shops viele Quereinsteiger*innen neben spezialisierten Fachkräften. Die Qualifizierung erfolgt oft durch „Learning by doing“, da es kaum passgenaue Weiterbildungen gibt. Was fehlt, ist ein Lernangebot, das die unterschiedlichen Qualifizierungsniveaus der Mitarbeiter*innen im E-Commerce berücksichtigt.

Gleichzeitig steigt der Wettbewerbsdruck, da fast täglich neue Konkurrenz mit ihren eigenen Shops auf gängige Plattformen bzw. den Markt treten. In diesem Wettbewerbsumfeld ist das Unternehmen am erfolgreichsten, das das Interesse von Menschen gewinnt und entlang der Customer Journey am effektivsten Kunden bzw. Kundinnen generiert. Die Customer Journey bezeichnet den Weg, von der ersten Wahrnehmung des Produkts und gezielten Informationsgewinnung über die Entscheidung zum Kauf, dessen Abwicklung und Bewertung bis hin zur Kundenbindung, den potentielle Konsumenten beschreiten. Die Kenntnis über die Touchpoints und das Verhalten der Zielgruppe entlang der Customer Journey ist daher grundlegendes Handwerkszeug für den E-Commerce und damit ein wichtiges Qualifizierungsthema.

Das adaptive Lernangebot „Empowering Learning“ hat für beide Herausforderungen eine geeignete Lösung. Auf der Lernplattform werden kleine Lerneinheiten à 3 bis 5 Minuten – sogenannte Micro Learning Einheiten – zu den gängigsten Themen der Customer Journey angeboten. Die Nutzer*innen entscheiden dabei was und wieviel sie lernen möchten. Die hinterlegten Algorithmen schlagen ihnen auf Basis ihrer Vorkenntnisse sowie ihrer Lerngewohnheiten weitere Lerneinheiten vor. Abweichend können die Nutzer*innen jedoch auch die Inhalte wählen, die sie nach eigenem Ermessen lernen möchten.